Das Experiment im neolithischen Hausbau

 

Voraussetzungen

 

Bei dem Versuch neolithische Hausbauten in der dritten Dimension darzustellen, sollte darauf verzichtet werden einen vorhandenen Befund auszuwählen, um unter Anwendung von „archäologisch begründeten Erfahrungswerten" eine Rekonstruktion, in was für einer Form auch immer zu realisieren."
Zu den „archäologisch begründeten Erfahrungswerten" die teilweise wie unumstößliche Dogmen in der Fachliteratur erscheinen, ist nur soviel zu sagen, dass von allen Aussagen die dem Verfasser aus der Fachliteratur bekannt geworden sind, keine dabei ist, die einer tiefer gehenden bautechnischen Überprüfung stand hält.
Was bislang in zum Teil aufwendigen Untersuchungen (Dissertationen), sei es zeichnerisch, im Modell, oder im Maßstab 1:1 als „Rekonstruktionen" vorgestellt wurden, sind weil deren dreidimensionaler Aufbau aus „separierten Befundspuren" abgeleitet,  keine Rekonstruktionen im Sinne der experimentellen Archäologie, sondern bezogen auf den ausgewählten Befund, der Wirklichkeit nachempfundene Nachbauten.

Die Ergebnisse sind weder bautechnisch noch konstruktiv auf andere Hausbauten dieser Zeitstellung zu übertragen, was eine zentrale Forderung der experimentellen Archäologie beinhaltet.

 

Im Grundsatz gehen die Archäologen, im Versuch die Häuser rekonstruktiv in allen Dimensionen darzustellen, von der falschen Fragestellung aus.

 

So  ist  es zunächst von untergeordneter Bedeutung herauszufinden, wie durch  das ausmessen von Pfostenstellungen im Befund, das zugehörige Haus oberhalb des Begehungshorizontes ausgesehen haben „könnte."

Größere Aufmerksamkeit dagegen sollte auf die Frage gerichtet werden, wie die in ganz Europa auftretenden systemgleichen Spuren von Pfostensetzungen,  eigentlich entstanden sind (!?)

Um darüber Aussagen machen zu können, kann dies nur aus Sicht der neolithischen Bauleute, sowie  der Zeitstellung gemäßen handwerklichen wie maßtechnischen Traditionen  erklärt werden.

Nicht jeder neolithische Bauherr hat den Hausbau neu erfunden, sondern hat beim Bau seines Hauses, auf die Kenntniss und Erfahrung  zurückgegriffen, die schon dessen Vorfahre beim Bau seines Hauses gemacht hat.

 

Im Laufe der Neolithisierung, hat es Änderungen bzw. Anpassungen an wirtschaftlich und kulturell bedingte Notwendikeiten,  in den Lebenssituationen der Menschen gegeben.

Diese sind neben der Differenzierung von Keramikverzierungen (kültureller Wandel), im besonderen durch die Änderungen der  Befundstrukturen im Hausbau (technischer Wandel), manifestiert.

Das bedeutet, dass speziell im Hausbau, sich die Konstruktionsarten und dadurch bedingt sich auch die Form der Häuser geändert haben müssen. 

In der archäologischen Fachliteratur wird in den wenigsten Fällen diesen Veränderungen Rechnung getragen. So werden vielfach den Erbauern der Häuser Kenntnisse unterstellt, die der Zeitstellung entsrechend, aus heutiger Sicht nicht vorausgesetzt werden kann.

Weder war das Vorherbestimmen von günstigen Dachneigungswinkel, noch die dazu notwendige Kenntnis über entsprechende Pfostenhöhen, sowie die Kenntnis eines Maßsystemes zu deren Längenbestimmung bekannt. 

 

Der konstruktive Aufbau aller Häuser, geht auf ein vom Erbauer eines Hauses frei gewähltes individuelles Konstruktivmaß zurück, das in allen Dimensionen angewendet ein auf das "Quadrat bezogene Konstruktivstruktur" ergibt.  Dazu ist es nicht notwend, ein wie auch immer benanntes Maßsystem, zu kennen.

Weiterhin lässt sich aus der Art sytemgleicher Befunde ableiten, dass es im gesamten Neolithikum, eine auf dieses Individualmaß gestützte, traditionelle Art im Aufbau der Häuser gegeben hat.

Der Verfasser nennt dieses individuell festgelegte  Maß "das konstruktive  Grundmaß!"  Dieses frei bestimmte Grundmaß, lässt sich als konstruktives Traditionselement, im Hausbau über die Gesamtdauer des Neolithikums nachweisen.

 

 Proto neolithischer Hausbau von Lepenski Vir:

 

Als Ausgangspunkt der traditionellen Baumethode wurde hier eine dem Zeltbau nachempfundene  Holzständerbauweise ausgeführt, deren Dachform  Schnee und Regenwasser ohne Staunässe zu bilden abgleiten ließ.

Eine wichtige konstruktive Anpassung, die den Anforderungen der Klimasituation im europäischen Raum gerecht wird. 

 

Es waren demnach zunächst sesshaft lebende Mesolithiker, die wegen dem an diesem Ort vorhandenen ganzjährigen Nahrungsangebot (Jagd und Fischfang ), schon ca. 1000 Jahre vor dem eintreffen erster Bauern, eine identische Systematik in der Maßfindung, sowie in der Methode zum Aufbau ihrer Häuser entwickelt haben. (Dragoslav Srejovic, Lepenski Vir, eine frühe Geburtstätte europäischer Kultur)

 

Ab der Baustufe III von Lepenski Vir, ist anhand des auftretens von Keramik davon auszugehen, dass die ersten neolithisch lebenden Menschen, die entlang der Donau eingewandert sind, sich zunächst in die "mesolithischen Dorfgemeinschaften" eingefügt haben.

Es konnte so ein Kulturaustausch stattfinden, wobei die vorteilhaften Kenntnisse einer Kultur von der anderen übernommen wurde, wenn nicht gar eine Asimilierung beider Kulturgruppen insgesamt stattgefunden hat.  Speziell in der Weiterentwicklung im konstruktiven Aufbau der Häuser ist dies zu erkennen.

Häuser der Cris-Starcevo-Körös Kultur.

 

Als erste rein neolithische Kultur, in der beide Formen der handwerklichen Fertigkeiten (Keramik und Hausbau)  auftraten, ist in der serbisch ungarischen Köros-Kultur nachgewiesen.
Neben Rundbauten, sind Rechteckbauten, mit einem vom Begehungshorizont abgehobenen Satteldach errichtet worden.
Über die Vorgehensweise beim Aufbau der Häuser ist allerdings, wegen dem fehlen eindeutiger Befunde, speziell über eine Holzständerbauweise wenig bekannt.

 

Häuser der frühen bis mittleren Phase der Bandkeramik.

 

Eine erste eindeutig zu identifizierende Struktur im konstruktiven Aufbau der Häuser,  ist ab der frühen bis mittleren Phase dieser Kulturepoche zu erkennen.
Hier sind fünf dachtragende Pfostenreihen zur Auflage von Pfetten parallel zueinander angeordnet.

Es ist demnach auf eine Pfettendachkonstruktion zu schließen, deren parallel verlaufende Pfostenreihen Hinweise darauf geben, dass die Häuser vom Erdboden abgehobene, gleichförmig geneigte Dachflächen gehabt haben.

Wegen der system aber nicht maßgleichen parallelen Anordnung der Pfosten, die in vielen freigelegten Siedlungen dieser Zeitstellung vorgefunden wurden, sind  trotz Änderungen der inneren Strukturen der Befunde, diese Häuser nach den gleichen konstruktiven Kriterien zu beurteilen.  

Das beinhaltete ins besondere die viel diskutierte "Y-Pfostenstellung", die lediglich einen Hinweis auf den Standort eines seitlichen Einganges  bzw. einer Gaube für Licht und Lüftung gibt. In der Gesamtkonstruktion ist diese Konfiguration von untergeordneter Bedeutung.

 

Häuser der ausgehenden Bandkeramik.

 

Hier sind erstmals durch das rundlich bzw. trapezartige auseinanderstreben der Außenwandpfosten aus der Mittelflucht,  hausformende Veränderungen zu berücksichtigen.

Durch die rundlichen bzw. trapezartigen Verlauf der Außenwandpfosten, entstehen im Verhältnis zu gleichmäßig geneigten Dachflächen, unterschiedliche Traufhöhen (Pfostenhöhen in der Außenwand).

Beim trapezförmigen wegstreben der Außenwand entstehen "fallende Traufen" und beim rundlichen wegstreben, eine zunächst "fallende und dann wieder ansteigende Traufe" (Pfostenhöhe  in der Außenwand).

 

Es gilt:

 

„Je weiter ein Pfosten aus der Mittelflucht abweicht, um so niedriger ist bei gleicher Dachneigung, die Traufhöhe."
Das entspricht den Vorgaben die durch „Gesetzmäßigkeiten am Bau," die zu allen Zeiten ihre Gültigkeit haben, vorgegeben sind.

Die Verbindung der Außenwand mit dem Dachaufbau werden durch längs verlaufende, der Traufe angepassten „Bindehölzer" hergestellt.

Im Bauablauf ist dies in der Weise von Bedeutung, dass erst nach dem die Sparren auf die tragende Innenkonstruktion aufgelegt waren, die

Außenwandpfosten in der Höhe, den überstehenden Rofen (Sparren) angepasst wurden.
Es gibt deshalb  bei diesem Haustyp, wie z.T. in der Fachliteratur beschrieben, von keinem pfettengestützten, außenwandlastigen Dachaufbau auszugehen. Tief eingegrabene Pfosten sind keine Indiz dass hier senkrecht wirkende Kräfte aufgefangen werden, sondern sie dienen der seitlichen Aussteifung.


Die Häuser im Mittelneolithikum, Rössener Zeit, Stichbandkeramik

 

Verliefen bislang nur die Außenwände trapezförmig bzw. rundlich aus der Mittelflucht weg, so ist bei diesen Bautypen festzuhalten, dass auch die „tragende Innenkonstruktion" trapezförmig angeordnet wurde.
Die statisch relevanten Bauteile sind in ihrem konstruktiven Aufbau mit einem heutigen Sparrendach zu vergleichen.

Ein Sparrendach hat im Gegensatz zu einer Pfettendachkonstruktion keine Mittelpfette.
Der statische Zusammenhalt entspricht einer Dreieckskonstruktion.  Die Firstpfette bildet mit der  in der gesamten Gebäudelänge in "gleicher Höhe" verlaufenden Fußpfette des Innengerüstes, das Grundgerüst. Nach dem auflegen der Rofen (Sparren) und  an den Pfosten aufgelegten Zangen entsteht eine Dreiecksverbindung, die zur statischen Aussteifung keine Mittelpfette, wie sie im bandkeramischen Hausbau üblicherweise eingebaut wurde, benötigt.
Die Außenwände werden erst dann eingebaut, wenn die dachtragende Konstruktion aufgerichtet und fertiggestellt war. Durch die trapezförmigen, bzw. rundlichen Anordnung der Außenwände entstehen wie im Hausbau der jüngeren Phase der Bandkeramik auch, "fallende und steigende Traufhöhen".

Wie im Hausbau der Bandkeramik, sind die Häuser dieser Kulturepoche in zwei Gebäudetypen einzuteilen. 

Kurzbauten mit einem Bauabschnitt (BA I) und Langbauten mit zwei Bauabschnitten (BAII).

 

Bei Kurzbauten verläuft die tragende Innenkonstruktion über die gesamte Gebäudelänge, im Maßverhältnis 2 : 3 trapezförmig.
Giebelseitig können sowohl Walmdächer, wie überstehend gleichmäßig geneigte Dachflächen ausgeführt werden.
Die Art welche Giebelform gewählt wurde, ergibt sich aus der Anordnung der Pfosten im Eingangsbereich sowie der Pfostenanordnung an der schmalsten Stelle im Nordwesten.


Bei den Langbauten mit zwei Bauabschnitten verläuft die Grundkonstruktion zunächst wie im ersten Bauabschnitt beschrieben, im Maßverhältnis 2 : 3 trapezförmig.
Nach erreichen der größten Konstruktivbreite des Innengerüstes (3 Grundmaße), verläuft das Innengerüst Gerüst parallel zur Firstlinie.
Die Außenwände können wie gehabt rundlich bis leicht oval aus der Mittelflucht abweichen.

Da bei den meisten Rössener Bauten keine baubegleitenden Gruben vorhanden sind, kann wegen dem geringen Abstand der Außenwandpfosten zur tragenden Konstruktion, von einem bodenbündigen Aufbau des Daches ausgegangen werden (niedrige Traufhöhe der raumabschließenden Außenwand).
Das erhöht wegen der von NW nach SE größer werdenden trapezförmigen Dachflächen, die Standsicherheit der Gebäude.
Wandpfosten die bei diesen Gebäudetypen tief eingegraben wurden, sind aus statischer Sicht nicht zur Aufnahme von Dachlasten geeignet. Sie bieten wegen ihrer festen Gründung im Boden, sowie einer tendenziell niedrig werdenden Einbauhöhe der Pfosten oder Bohlen,  die seitliche Stabilität der Gebäude. (Winddruck, Windsog).

 

Sonderformen im Hausbau der Stichbandkeramiker:

 

Hier verlaufen die Außenwände z.T.extrem aus der Mittelfront weg.
Um dadurch bedingt eine Verbindung der Innenkonstruktion mit der weit außerhalb stehenden Außenwand herstellen zu können, muss auf die quer liegenden Zangen des Grundgerüstes,  eine „Hilfspfette" aufgelegt werden.

Diese Hilfspfette verändert den Dachneigungswinkel in der Weise, dass die Verbindung der Rofen mit den Außenwandpfosten hergestellt werden kann.

Die äußere Form des Hauses wird wegen der Trapezform des Innengerüstes, durch abweichende Dachneigungswinkel bestimmt (Karpfenform).

(Urgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa, Band 7 H.Luley Abb.54,214)

 

Mit den Häusern dieser Kulturgruppe endet  die neolithische Zeit.

Mit dem beginnenden Metallzeitalter, treten andere Hauskonstruktionen in Erscheinung, die der Verfasser weder in der Maßtechnik noch in der Aufbautechnik beschrieben hat.

Hier gibt es einschlägige Literatur die den Hausbau dieser Epochen gut beschreiben (H.Schlichtherle, B. Wahlster, 1986, "Archäologie in Seen und Mooren, Konrad Theiss Verlag Stgt.).

 

Vom Befund zur Konstruktion:

 

Alle neolithischen Kulturgruppen hatten beim Hausbau im Prinzip das gleiche Problem zu lösen:

„Sie mussten, um sich vor den in Mitteleuropa herrschenden Witterungseinflüssen zu schützen, einen Raum schaffen, dessen konstruktive Ausführung sowohl die Standsicherheit des Gebäudes gewährleistete und gleichzeitig ein bequemes bewirtschaften (begehen) der Häuser möglich machte" (Bauzweck).
Das Dach war so zu generieren, damit Regenwasser und Schnee ohne Staunässe zu bilden abfließen kann.

Das hat Auswirkungen bei der Festlegung von Einbauhöhen von tragenden Pfosten (Wänden), im Verhältnis zu gleichmäßig geneigten Dachflächen.

Dazu ist es notwendig ein Messsystem zu kennen, das schon beim gewinnen der geeigneten Bauteile beim im Holzeinschlag im Wald, eingesetzt werden konnte. es wurden also nicht zuerst die Pfostenlöcher ausgehoben, sondern der eigentliche Beginn der Baumaßnahme war im Wald beim Holzeinschlag. Alle Abmessungen wurden hier schon festgelegt.

 

Es gilt den  Grundsatz zu beachten:

 

Maßliche Festlegungen zum Bestimmen des konstruktiven Aufbaues können nicht durch ausmessen von Pfostensetzungen im Befund, sondern nur entsprechend der konstruktiven Beurteilung des vorgefundenen Befundes ermittelt werden.

Konstruktive Veränderungen die durch Änderung der Pfostensetzungen im Befund zu erkennen sind, ändern nichts an der Vorgehensweise beim Aufbau.

So sind Kenntnisse bestimmender Dachneigungswinkel erforderlich, sondern entstehen durch die Anwendung gleicher Grundmaße auch in der Gebäudehöhe, von selbst.

 

Der in Fachkreisen bekannte Berliner Architekt Prof. Dr. Ernst Neufert, hat in seiner Bauentwurfslehre Ausgabe 1984, 22, zur konstruktiven Maßfestlegung von Gebäuden, einen einprägsamen Satz formuliert:

„Dinge werden vom Menschen geschaffen um ihm zu dienen, menschengerecht sind daher Form und Maß dieser Dinge"

 

In allen neolithischen Gebäuden ist davon auszugehen, dass individuelle an den Körpermaßen eines Menschen abgeleitete, bzw. am Nutzungszweck ausgerichteten Kriterien, bedarfsgerechte Maßfestlegungen getroffen wurden. Dazu ist es nicht notwendig ein wie auch immer benanntes Maßsystem im Sinne von Meter oder Zentimeter zu kennen.

Es genügt dazu einen Stock, entsprechend den  maßlichen Vorstellungen des "neolithischen Häuslebauers"  abzulängen.

Diese als kG bezeichnende  Vergleichslänge  in allen Dimensionen gleichermaßen angewendet, ergibt  eine auf das Quadrat bezogene Konstruktivstruktur.

 

Unter Anwendung des  kG als Vergleichslänge kann jetzt sowohl beim Holzeinschlag im Wald, beim gewinnen der einzelnen Bauteile, wie beim Einbau der Bauteile zum aufrichten des Grundgerüstes,  die gleiche maßliche Sprache gesprochen werden. 
Es gibt im gesamten neolithischen Hausbau, speziell in der Festlegung von Einbauhöhen der Pfosten im Verhältnis zu gleichmäßig geneigten Dachflächen, keine Zwischenhöhen die von den "neolithischen Bauleuten" weder rechnerisch, noch messtechnisch, auf die Einbauhöhen der Pfosten übertragen werden konnte.

 
Resume:

 

Systemgleiche Befundspuren entstehen durch die Anwendung einer gleichen  frei bestimmten Konstruktivlänge,  in allen Dimensionen angewendet von selbst.

Diese konstruktiven Abmessungen sind nicht identisch mit den Abmessungen, die aus den Befundabständen ausgemessen werden können. Maßabweichungen zur Konstruktion werden durch Astgabeln ausgeglichen.

Als traditionell angewendetes Element, ist das kG in allen neolithischen Kulturstufen im Hausbau angewendet worden.

Neolithische Bauleute kannten kein, wie auch immer benanntes Messystem im Sinne von Meter und Zentimeter.

Sie hatten auch  keine Kenntnisse über Winkelfunktionen, die das Verhältnis zwischen der Einbauhöhe von Pfosten und einem vorherbestimmten Neigungswinkel der Dachflächen festlegt.

Aussagen in verschiedenen Fachliteraturen, dass entsprechend einer bestimmten Art das Dach einzudecken  z.B. mit Schilf einen bestimmten Dachneigungswinkel vorschreibt ist definitiv falsch. 

(H.Luley, Urgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa, Band 7, 1992, 64,84,85)

 

Verwendete Literatur:

 

Sepp Albrecht, unveröffentlichter Aufsatz: „Die Tradition im neolithischen  Hausbau  Maßfindung, Konstruktion, Aufbau, Experiment 2003.
Sepp Albrecht in „Experimentelle Archäologie in Europa, Bilanz 2003, Heft 2, Hrsg. Prof. Dr. Maomut Fansa Oldenburg, Issensee Verlag Oldenburg 31-42"
Wikipedia: Benutzer Catou, Hausbau im Neolithikum. de

 

Bezug:

Rekonstruktion eines mittelneolithischen Mehrzweckbaues der Rössener Kultur im Maßstab 1 : 1 in Bad Krozingen durch den Verfasser. (Abbildung)

Dragoslav Srejovic, 1987, Lepenski Vir.

Helmut Luley. Urgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa, 1992, Abschnitt 9 der Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie der Universität Köln.